Kennenlernen, Teambuilding oder doch ein Teamperformance-Training?

Was braucht es wirklich und worauf ist zu achten?

"Gut Ding braucht Weile" meinte Mag. Dr. Manfred Hofferer von Outdoorpädagogik Austria nachdem er mir mitteilte, dass ich die im Jahr 2007 begonnene Ausbildung als Outdoorpädagoge durch Nachreichung meiner Diplomarbeit nun auch offiziell abgeschlossen habe.

Die 7 Jahre, die zwischen Beginn der Ausbildung und der letztendlichen Zertifizierung lagen, habe ich als Outdoortrainer intensiv aktiv genutzt und die längere Zeit hat, denke ich, auch einiges dazu beigetragen, dass sich der Inhalt. Wen interessiert worum es bei der Arbeit geht, möge hier weiterlesen.

Kennenlernen ist nicht gleich Team-Building

(Exzerpt aus der Einleitung der Diplomarbeit als aufZAQ zertifizierter Outdoorpädgagoge, 10/2014)

Aktivitäten im Outdoorbereich genießen zunehmende Beliebtheit. Zum einen erkennt man das an den steigenden Absatzzahlen bei den Outdoorausrüstern und zum anderen an der Vielfalt an Angebot für Gruppen oder Einzelpersonen in der Natur. Ganz gleich ob es sich hier um ein Klausur für die Führungsetage eines großen Konzerns handelt oder um eine Klassenfahrt im hohen Norden, bei vielen Prospekten für diese An-gebote sieht man Gruppen die gemeinsam an irgendwelchen Seilen ziehen, Aufgaben erfüllen oder mit verbundenen Augen die Natur ertasten. Zumeist steht hier auch das Schlagwort „Teambuilding“ in großen Lettern.

Ist jedoch auch in jedem „Teambuilding“ auch das drin, was drauf steht? Es scheint fast nebensächlich zu sein, ob es sich bei den teilnehmenden Personengruppen, um Teams handelt, die bereits seit Längerem zusammenarbeiten oder ob es tatsächlich neu zusammengeführte Individuen, die sich erst intensiver kennen-lernen und zueinander finden wollen oder sollen.

Genau dieses Spannungsfeld griff ich mit der Diplomarbeit mit dem ausladenden Titel "Outdoorpädagogik & Teambuilding - Selbstreflexion, Kennenlernen, Teambuilding und Teamperformance-Trainings" auf und erörterte den breiten Bogen an Aktivitäten aus der Perspektive der Outdoorpädagogik. Ohne zu viel vorweg zu nehmen, liegt bei der Arbeit mit bestehenden und bereits zusammenarbeitenden Gruppen der Fokus viel eher in der Weiterentwicklung und der Optimierung des Zusammenarbeitens. Möglicher Weise gibt es spezielle Themen, die bearbeitet oder verbessert werden sollen. Bei Gruppen, die aber erst seit Kurzen beisammen sind geht es eher darum das Kennenlernen zu begleiten, was wiederrum be-deutet, dass man die Begegnung und den Austausch fordern und fördern sollte.

Eine durchaus wesentliche Komponente, die für alle Teamaktivitäten von Bedeutung ist, ist die Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflexion. Diese wiederum erfordert die Selbstbeobachtung und Bewusstsein über das eigene Handeln. Obwohl selten ein outdoorpädagogisches Angebot in diesem Bereich unter dem Titel „Teambuilding“ läuft, es angesichts der Wertigkeit aber relevant ist, habe ich mich entschlossen auch diesen Bereich in dem genannten Spannungsbogen zu erörtern.

Die erwähnten Aktivitäten haben also unterschiedliche Schwerpunkte, wie zum Beispiel Kommunikation, Rollen- und Persönlichkeitsmodelle, bis hin zum Konfliktmanagement. Diese Themen sind, so wie die Aktivitäten im Teambuildingbereich, sehr eng miteinander verbunden. Je nach Art und Absicht der Outdooraktivität, sind die theoretischen Rahmen unterschiedlich bedeutsam oder nützlich.

In dieser Ausführung findet sich auch die Definition der Outdoorpädagogik und die zentrale Bedeutung der Rolle des Outdoorpädagogen wieder. Schließlich ist der Outdoorpädagoge, die Person die nicht nur hauptverantwortlich für das Programm und die Bereitstellung des Trainingsmaterials ist, sondern de facto auch den Prozess auch als Moderator begleitet. 

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